Freitag, 20. November, 2026, 20:00 Uhr , studio hö
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Isabelle Konrad (D) „En-Rave!"

Eine partizipative Performance zwischen Wut & Tanz

Der Bass setzt ein, Musik baut sich auf, Sätze laufen über die Wand. Eine Performerin steht mitten im Raum und gibt Gesten vor. Eine Faust, die sich öffnet, ein Schritt, der mal langsam und vorsichtig den Boden sucht oder sich in ein Stampfen formt. Es sind Gesten der Wut, des Protests und der Befreiung. Das Publikum wird zu den Performenden. Es macht nach, was die Performerin und die projizierten Sätze vorgeben, ähnlich wie beim Karaoke, nur mit dem Körper statt mit der Stimme, bis eine Menge entsteht, die sich rhythmisch gemeinsam bewegt.

En-Rave! von Medienkünstlerin Isabelle Konrad ist ein interaktives Performance-Happening, das sich mit dem Thema der female rage auseinandersetzt und es in den Kontext der Clubkultur situiert. Mitmachen kann jede und jeder, unabhängig von Geschlechtsidentität oder Alter. Die Performance dauert 35 Minuten und findet im studio hö in Karlsruhe statt.

Das studio hö verwandelt sich während der Performance zum politischen Dancefloor. Clubkultur war und ist weit mehr als Feiern, sie ist soziale Infrastruktur und Schutzraum für die LGBTQIA+ Community, für BIPoC, für Subkultur, ein Ort, an dem Identität, kreativer Ausdruck und Emanzipation Platz finden. En-Rave! knüpft an dieses Erbe an und macht aus dem Dancefloor einen Ort für weibliche Wut und kollektiven Protest, einen gemeinsamen Impuls für Veränderung.

Die Performance entsteht im Rahmen des transmedialen Kunstprojekts „FURIE", das eine neue Bildsprache für weibliche Wut entwirft, mit fünf archetypischen Figuren zwischen brodelnder Ruhe und offenem Kampf, entwickelt in Fotografie, Video, Sound und Performance.

Isabelle Konrad ist Medienkünstlerin und Filmemacherin aus Karlsruhe, ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Video, Performance, Fotografie und Klang. FURIE entsteht im Rahmen des Medienkunststipendiums der Hoepfner Stiftung und UNESCO City of Media Arts im studio hö in der Karlsruher Kaiserstraße 3 und wächst dort zu einem langfristigen Bild- und Klangatlas der weiblichen Wut heran.

Ich öffne meinen Mund und es bleibt still, bis die Lava so stark brodelt, dass sie emporkocht und sich vermischt mit den Schreien der Furien."

EINTRITT FREI